Der Sanitäts- und Betreuungszug ist die zentrale Einsatzkomponente im Bevölkerungsschutz. Er wird auch als Einsatzzug bezeichnet und kommt immer dann zum Einsatz, wenn viele Menschen gleichzeitig medizinische Hilfe, Betreuung oder Unterstützung benötigen, etwa bei größeren Schadensereignissen, Evakuierungen oder besonderen Einsatzlagen.
Der Einsatzzug setzt sich aus Zugtrupp, Sanitätsgruppe und Betreuungsgruppe zusammen. Der Zugtrupp übernimmt die Führung, Koordination und Kommunikation. Die Sanitätsgruppe stellt die medizinische Versorgung von Verletzten und Erkrankten sicher, während die Betreuungsgruppe unverletzte Betroffene versorgt, betreut und unterstützt.
Durch diese klar strukturierte Gliederung kann der Sanitäts- und Betreuungszug flexibel, modular und bedarfsgerecht eingesetzt werden. Mit einer Sollstärke von 31 Einsatzkräften ist der Zug in der Lage, 25 Verletzte zu versorgen oder 250 unverletzte Betroffene unterzubringen.
Bei größeren Schadenslagen werden zwei Züge mit weiteren Einheiten zu einem Verband zusammengefasst und bilden dann einen Behandlungsplatz 50 (BHP 50) oder einen Betreuungsplatz 500 (BTP 500). So können 50 Verletzte oder 500 Betroffene versorgt werden.