· Pressemitteilung

Notfunkgruppe des DRK Hildesheim beim bundesweiten Warntag im Einsatz

Funkverbindungen für den Fall, dass Strom, Mobilfunk und Internet ausfallen.

Im DRK-Kreisverband Hildesheim besteht seit rund zwei Jahren eine eigene Notfunkgruppe, hervorgegangen aus einer Kooperation mit dem Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC). Heute zählt sie 14 Mitglieder. Die Aufgabe der Gruppe ist es, die Kommunikation im Bevölkerungsschutz auch dann sicherzustellen, wenn die üblichen Wege versagen.

Fallen Stromversorgung, Mobilfunk, Internet und sogar der Behördenfunk aus, darf die Verständigung nicht abreißen. Diese Lücke kann der Amateurfunk schließen. Er ist auf keine fremde Infrastruktur angewiesen, bringt eigene Geräte mit und versorgt sich selbst mit Strom.

Seit ihrer Gründung ist einiges entstanden. Im Zentrum für Bevölkerungsschutz des DRK betreibt die Gruppe einen eigenen Funkraum, über Hildesheim spannt sich ein selbst aufgebautes Funknetz, und für den mobilen Einsatz hat sie Telefonkoffer und weitere Ausrüstung gebaut.

Eine Amateurfunklizenz erlaubt es, Geräte und Antennen selbst zu bauen und zu betreiben. Im Katastrophenschutz ist das viel wert, denn selbst gebaute Technik lässt sich vor Ort reparieren oder ersetzen. Ergänzend sind die Mitglieder im BOS-Funk geschult, dem Sprechfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. So entsteht eine Brücke zwischen dem freien Amateurfunk und den Funkwegen der Einsatzkräfte.

Bundesweit sind mehr als 60.000 Funkamateure lizenziert. Auf dieses große Netz lässt sich im Ernstfall zurückgreifen, ein wichtiger Rückhalt für die Krisenvorsorge.

Am bundesweiten Warntag am 10. September 2026 war die Notfunkgruppe aktiv. An diesem Tag bündelte der DARC Funkbetrieb auf mehreren Frequenzen und ermittelte anhand vieler Kontakte, über welche Kanäle die Warnungen die Bevölkerung erreichten. Der Verband wertet die Rückmeldungen aus und leitet sie an die zuständigen Stellen weiter. Innerhalb von zwei Stunden kamen 35 Verbindungen in der Region zustande. So zeigte die Gruppe Präsenz auf den Frequenzen und trainierte zugleich für den Ernstfall.

Wer Interesse an Notfunk oder am Katastrophenschutz beim DRK Hildesheim hat, erreicht die Gruppe unter notfunk@drk-hildesheim.de.