Hildesheim, 02.10.2014

Ukraine: IKRK-Delegierter in Donezk getötet


Foto: IKRK

Kiew/Genf (IKRK) - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist von der Tötung eines seiner Mitarbeiter, Laurent DuPasquier, in Donetsk tief erschüttert.

Der 38-jährige Schweizer, ein Verwaltungsmitarbeiter im Büro der Organisation in der Stadt, wurde getötet, als eine Granate in der Nähe der Anlage detonierte.

„Wir sind zutiefst von diesem tragischen Verlust schockiert“, sagte IKRK-Direktor Dominik Stillhart. „Wir haben erfahren, dass es heute andere zivile Opfer in Donezk gab. Der wahllose Beschuss von Wohngebieten ist inakzeptabel und verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht.“

DuPasquier arbeitete für das IKRK seit mehr als fünf Jahren, hatte Aufgaben in Pakistan, Jemen, Haiti, Ägypten und Papua-Neuguinea. Seine Entsendung in der Ukraine liegt sechs Wochen zurück.

Das IKRK hat derzeit etwa 20 Mitarbeiter in Donetsk, darunter fünf Ausländer verschiedener Nationalitäten. Alle anderen IKRK-Mitarbeiter sind jetzt in Sicherheit.

Das IKRK hat in der Ukraine seit dem Beginn der Krise gearbeitet, unterstützt Krankenhäuser, hilft Vertriebenen und gefährdeten Menschen und stellt Kontakt zwischen Familienmitgliedern wieder her, die durch den Konflikt getrennt wurden.

Quelle: Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.icrc.org

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.icrc.org/en/document/ukraine-icrc-delegate-killed-donetsk

Übersetzung: Heiko Stillahn